In verschiedenen europäischen Ländern sind soziale und wirtschaftliche Spannungen gleichzeitig in Zusammenhang mit einer oft aggressiv und emotional geführten „Ausländerdebatte“ zu bringen. Muslime werden pauschalierend benutzt, um ein Bild des „Fremden“ entstehen zu lassen, das in Zeiten der Unsicherheit Halt in einer negativen Abgrenzung bietet. Es scheint, als solle damit ein „Wir“-Gefühl erzeugt werden, das Gesellschaften, die massiv unter einem Verlust des sozialen Zusammenhangs leiden, zunehmend abhanden kommt.
telepolis
Gerade die BILD-Schmierseiten sind da recht aktiv. Schade eigentlich, dass aus „Multikulti ist gescheitert“ (und nun? 6,7 Millionen ‚Ausländer‘ abschieben?) plötzlich eine Kampagne wird. Wenn (was hoffentlich nicht geschieht, aber bei dem Klima derzeit durchaus möglich) bei der Fußball-WM ausländische Fans verprügelt werden, bin ich mal gespannt, wie die Anheizer darauf reagieren.