Unerwarteter Geldsegen

Anfang 2008 hatte ich meinen Internetzugang von damals 5MBit/s auf 30MBit/s umgestellt (Was sich allerdings höchstens darin niederschlägt, dass größere Downloads mit Download-Managern schneller laufen) und dafür eine Umstellungsgebühr von 36,- EUR überwiesen. Gestern nun erreichte mich ein Schreiben, dass mein Provider sich entschieden hat, diese Gebühr zurückkzuerstatten – wo hört man schon einmal, dass ein Unternehmen vereinnahmtes Geld zurückerstattet? :-)

Minenfeld Sprichworte

Abgewandelter Nazi-Spruch: Tchibo und Esso stoppen Kaffeewerbung – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wirtschaft

„Jedem den Seinen“ – mit diesem Slogan haben Tchibo und Esso für Kaffee geworben. Jetzt müssen sie Konsequenzen ziehen. Offensichtlich hatten die Konzerne nicht bedacht, dass der Spruch „Jedem das Seine“ historisch belegt ist: Er prangte über dem Eingang des Konzentrationlagers Buchenwald.

„Jedem das Seine“ – auch ich habe diesen Satz schon unzählige Male benutzt. Hätte ich doch nur gewußt, dass ich mich damit unbewußt zum Nazi mache!

Kinderarmut: Statistikmanipulation nach Hartz IV-Vorbild

TP: Warum die Kinderarmut in Deutschland bald überwunden ist

Bitte kein Abitur!

Dass es sich bei vielen Maßnahmen, die von der Bundesregierung und vom Bundesfamilienministerium als entscheidende Fortschritte und Meilensteine auf dem Weg zu einer kinderfreundlichen Gesellschaft angepriesen werden, um kosmetische Korrekturen, mehr oder wenige geschickte Neudefinitionen und keineswegs um nachhaltige Verbesserungen handelt, zeigt eine Detailregelung des neuen Familienleistungsgesetzes, das kurz vor Weihnachten verabschiedet wurde. Demnach sollen am 1. August jeden Jahres Eltern im Hartz IV-Bezug einen Betrag von 100 Euro pro Kind und Schuljahr ausgezahlt bekommen.

Dieses sogenannte „Schulbedarfspaket“ wird allerdings nur für die Klassen 1-10 gewährt und damit ganz offenbar das Gegenteil jener Bildungsgerechtigkeit angestrebt, die sich die Bundesregierung fortwährend auf die Fahnen schreibt.

Der Bericht legt detailliert dar, wie die Bundesregierung plant, das Problem der Kinderarmut anzugehen: nämlich hauptsächlich durch neue Definitionen im Bereich der Kinderarmut und der Sozialstatistiken. Jetzt, wo die Milliarden mit der Gießganne bei Banken und Wirtschaft verteilt werden, sind die paar Millionen für Kinder halt nicht mehr übrig.

Filter

Die Bundesregierung macht Ernst mit ihren „Kinderpornofiltern“:
Bundesregierung berät mit Providern über Kinderporno-Sperren. Man könnte da mal bei unseren Nachbarn gucken, für was die Filter dann so benutzt werden. Zum Beispiel für so grauenvolle, schrecklich, gar unglaubliche Dinge wie… halten Sie sich fest… Majestätsbeleidigung!

Schutzalter: Dänische Zensurliste

Vor zwei Tagen hat Wikileaks die geheime Internet-Filterliste von Thailand veröffentlicht. Von den 1203 Sites, die in diesem Jahr zensiert wurden, sind alle intern mit der Begründung „Majestätsbeleidigung“, also Kritik an der königlichen Familie, versehen. Wie in Dänemark wurde auch das thailändische Zensursystem als ein Mechanismus beworben, die Verbreitung von Kinderpornografie zu verhindert.

Oh Mann, Glück gehabt

Einen Tag, nachdem die schockierenden Fakten über „Third-Hand-Smoke“ bekannt wurden, hat sich auch mal die Blogosphäre dem Thema gewidmet. Und was dabei herauskommt, schlägt sprichwörtlich dem Fass die Krone ins Gesicht: 

Das ist seltsam: In den Medienberichten wird nur eine einzige Studie zitiert. Eine Studie, die kürzlich in der Zeitschrift Pediatrics erschienen ist. Sie trägt den Titel „Beliefs About the Health Effects of ‚Thirdhand‘ Smoke and Home Smoking Bans„.

Es handelt sich um eine Umfrage.

Quelle: scienceblogs

Das hindert die Publikationen, die gestern aber mit dem Brustton der Überzeugung das ganze als unverrückbaren Fakt publiziert haben nicht daran, diese „Telefonumfrage“ zur Grundlage zu nehmen um weiter Zwietracht zwischen Rauchern und normalen Menschen zu sähen…

Oh Mann, Glück gehabt

Einen Tag, nachdem die schockierenden Fakten über „Third-Hand-Smoke“ bekannt wurden, hat sich auch mal die Blogosphäre dem Thema gewidmet. Und was dabei herauskommt, schlägt sprichwörtlich dem Fass die Krone ins Gesicht: 

Das ist seltsam: In den Medienberichten wird nur eine einzige Studie zitiert. Eine Studie, die kürzlich in der Zeitschrift Pediatrics erschienen ist. Sie trägt den Titel „Beliefs About the Health Effects of ‚Thirdhand‘ Smoke and Home Smoking Bans„.

Es handelt sich um eine Umfrage.

Quelle: scienceblogs

Das hindert die Publikationen, die gestern aber mit dem Brustton der Überzeugung das ganze als unverrückbaren Fakt publiziert haben nicht daran, diese „Telefonumfrage“ zur Grundlage zu nehmen um weiter Zwietracht zwischen Rauchern und normalen Menschen zu sähen…

Qualitative Marktanalyse im Spielebereich

As a pretty niche independent game, Lugaru was never covered by PC Gamer, IGN, and other behemoth media publications. However, it was justlarge enough to get covered in a variety of Mac journals. One website, Inside Mac Games fell in love with it and posted about it all the time.

Wolfire Blog
Ich würde dies mal als „qualitative Marktanalyse“ bezeichnen. So scheinen sich im Mac- und Linuxumfeld anscheinend mehr Multiplikatoren als im Windowsumfeld zu bewegen. Oder anders ausgedrückt: wer das 10.000ste Windows-Spiel auf den Markt bringt, wird lange warten müssen (oder entsprechend viel Marketingbudget mitbringen), bis er Medienaufmerksamkeit erhält. Wer jedoch für eine „Nischenplattform“ (Beschwerden der Appleuser an /dev/null senden ;-) ) herausbringt, kann damit seine Aufmerksamkeit in den Medien recht einfach vervielfachen. Dies gilt meiner Meinung nach aber nicht für ‚langweilige‘ cedega-Portierungen (d.h. Windows-Version ohne viel Programmieraufwand, aber mit Geschwindigkeitsverlust portieren) sondern eher für native Umsetzungen.

Also bitte!

Die Muslime hätten „Überlegungen angestellt, die sie niemals an Bord eines Flugzeugs hätten machen dürfen“, sagte er. Dabei seien sie von anderen Passagieren „missverstanden“ worden. In einer wenig später veröffentlichten Erklärung entschuldigte sich das Unternehmen.

Spiegel Online
Welcher Überlegungen hatten sie denn angestellt? Man unterhielt sich, der Aussage nach, über den sichersten Platz in einem Flugzeug. Das ist natürlich skandalös!

Gute Zensur vs. böse Zensur

heise online – 06.08.08 – Zensur bleibt ein heißes Eisen für Sportfunktionäre:

Deutlicher wurde Dirk Niebel. Der Generalsekretär der FDP sprach in der Passauer Neuen Presse von einer „unverschämten Gleichsetzung der chinesischen Zensur mit dem deutschen Einsatz gegen Neonazis“. Vesper sei wohl „dem chinesischen System willfährig ergeben“, mutmaßte Erika Steinbach von der Union. Warum sein Vergleich hinkt, bekam Vesper auch von Seiten der SPD erklärt. „Wir sprechen hier doch nicht über Internetseiten mit strafrechtlich relevanten Inhalten“, sagte der Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Peter Danckert (SPD), dem Kölner Stadt-Anzeiger. „Wir sprechen über Amnesty International.“ Oder über Reporter ohne Grenzen. Die Geschäftsführerin der deutschen Sektion der Journalisten-Organisation, Elke Schäfter, nannte Vespers Vergleich „unsöglich“.

Man sollte sich vor Augen halten, dass entsprechende Seiten in China sehr wohl „Internetseiten mit strafrechtlich relevanten Inhalten“ sind. Andere Länder, andere Sitten. Und auch, dass Joey Cheek nicht einreisen darf, ist mit europäischem Handeln vergleichbar – ein visumspflichtiger G8-Kritiker, der öffentlich bekanntgibt, in Heiligendamm ein Demonstrationsverbot ignorieren zu wollen, wird unter Garantie auch nicht in die europäische Union gelassen werden.