Einreise in die USA ein Stückchen unattraktiver

Schon im vergangenen Jahr hatte es laut der Zeitung erste Überlegungen zu einer Überarbeitung der Einreisebestimmungen gegeben. Damals hatten sich europäische Firmen beklagt, eine solche Regelung gefährde kurzfristige Geschäftsreisen in die USA. Aus dem Ministerium heißt es dazu, es bleibe bei der 72-Stunden-Frist. Wer sich jedoch einmal registriert habe, könne während der Gültigkeitsdauer mehrfach einreisen, ohne sich erneut zu registrieren.

Quelle: nochmal Spiegel Online
Die Frage, die ich mir stelle, ist: fallen jetzt die lustigen Fragebögen im Flugzeug weg? Werden die Verbindungsdaten gespeichert? Bedeutet der letzte Absatz, dass sich Europäer schonmal darauf einstellen können, als Ziel im Kampf gegen den Terror ausgemacht zu werden?

Unzufrieden?

Zu guter letzt ist es wichtig, zu erkennen, dass die Wahlen unsere einzige Möglichkeit sind, wirklich etwas zu ändern. Es gibt keinen anderen Weg: Die Politiker ignorieren inzwischen Umfragen, bügeln Petitionen ab und leben in ihrer eigenen Welt. Es war der Bundespräsident, der 2007 treffend feststellte: „Die Diskussionen in Berlin haben nur noch sehr bedingt etwas mit der Lebenswirklichkeit der Bürger zu tun“. Wir könnten es ändern, vor allem die über 25% Nicht-Wähler und die vielen Stammwähler, die einfach nicht anders konnten bisher.

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Ein Aufruf, auch mal beim Ankreuzen auszudrücken, dass man den Kasperkram aus Berlin nicht mitträgt.

Ohmeingottohmeingottohmeingott!

Den japanischen Sicherheitsdiensten missfällt natürlich, dass manche der Gipfeldemonstranten eine Sprache sprechen, die ihre Agenten bisher nie gehört haben. Und für verdächtig halten die G8-Wächter auch, dass japanische Esperanto-Könner im Dezember vorigen Jahres nach Südkorea gereist waren, um dort militante Adepten zu schulen.

Quelle: Spiegel Online

Was oder wer sind diese „militante Adepten“?

Militante Terroristen, die man schon daran erkennt, dass sie eine Sprache sprechen, die gemeinhin nicht verstanden wird? Wer so perfide ist, ja der macht sich vom abstrakten zum tatsächlichen Gefährder!

Was kommt als nächstes? Modellbauer? Linuxbenutzer? Apple-Besitzer?

Update: Spiegel Online greift tief in die Kiste: nun ist der entsprechende Artikel mit dem Bild eines Kriegsschiffes verziehrt. Hätte ich gewußt, dass die Esperanto-Kriegsflotte schon steht, dann hätte ich mich natürlich nicht über den Artikel lustig gemacht!

Softwarefund

andLinux.org — Run Linux natively inside Windows:

andLinux is a complete Ubuntu???????? ????? ???????? Linux system running seamlessly in Windows 2000 based systems (2000, XP, 2003, Vista; 32-bit versions only). This project was started for Dynamism for the GP2X community, but its userbase far exceeds its original design. andLinux is free and will remain so, but donations are greatly needed.

andLinux uses coLinux as its core which is confusing for many people. coLinux is a port of the Linux kernel to Windows. Although this technology is a bit like running Linux in a virtual machine, coLinux differs itself by being more of a merger of Windows and the Linux kernel and not an emulated PC, making it more efficient. Xming is used as X server and PulseAudio as sound server.

Na, dann werde ich gleich mal testen, ob das mit dem Konqueror im Kontextmenü auch klappt…

Update: XMing startet bei mir nicht automatisch. Danach funktioniert’s aber.

Wer war eigentlich für die Studiengebühren?

NachDenkSeiten – Die kritische Website » Die Debatte um Studiengebühren: Die systematische Rekonstruktion eines rapiden Meinungswandels:

Jürgen Rüttgers äußerte sich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung 1996 so: „Ich bin nach wie vor gegen Studiengebühren, weil ich nicht glaube, dass sie zu einer Verbesserung an den Hochschulen führen. […] Gebühren kommen aus dem angelsächsischen System, das sich mit der deutschen Situation nicht vergleichen lässt. Bildung ist eine der Aufgaben, aus denen der Staat sich nicht zurückziehen kann. […] Es gibt in Deutschland überhaupt keine Mehrheiten dafür.“ Jürgen Rüttgers (CDU) war von 1994 bis 1998 Bundesbildungsminister. Nach der CDU-Wahlniederlage 1998 wurde er Oppositionsführer im Landtag in Nordrhein-Westfalen. In dieser Position sagte er am 15.01.2003 folgendes: „Der Sanierungsstau beläuft sich auf 2,5 Milliarden Euro, und die Landesregierung kürzt weiter. Dies macht die Einführung von Gebühren notwendig.“ Ein sehr deutlicher Meinungswandel in sieben Jahren.

Eine umfassende Analyse des „Heute Hü, Morgen Hott!“

Wer war eigentlich für die Studiengebühren?

NachDenkSeiten – Die kritische Website » Die Debatte um Studiengebühren: Die systematische Rekonstruktion eines rapiden Meinungswandels:

Jürgen Rüttgers äußerte sich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung 1996 so: „Ich bin nach wie vor gegen Studiengebühren, weil ich nicht glaube, dass sie zu einer Verbesserung an den Hochschulen führen. […] Gebühren kommen aus dem angelsächsischen System, das sich mit der deutschen Situation nicht vergleichen lässt. Bildung ist eine der Aufgaben, aus denen der Staat sich nicht zurückziehen kann. […] Es gibt in Deutschland überhaupt keine Mehrheiten dafür.“ Jürgen Rüttgers (CDU) war von 1994 bis 1998 Bundesbildungsminister. Nach der CDU-Wahlniederlage 1998 wurde er Oppositionsführer im Landtag in Nordrhein-Westfalen. In dieser Position sagte er am 15.01.2003 folgendes: „Der Sanierungsstau beläuft sich auf 2,5 Milliarden Euro, und die Landesregierung kürzt weiter. Dies macht die Einführung von Gebühren notwendig.“ Ein sehr deutlicher Meinungswandel in sieben Jahren.

Eine umfassende Analyse des „Heute Hü, Morgen Hott!“

Grenzlinienspaziergang

heise online – Die BKA-Novelle als „Referenzgesetz“ für andere Polizeigesetze:

Dieter Wiefelspütz, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, und Ex-Bundesinnenminister Gerhart Baum lieferten sich am gestrigen Mittwoch auf der Konferenz „Sicherheit mit Augenmaß“ der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin einen heftigen Schlagabtausch rund um die Überarbeitung des Gesetzes für das Bundeskriminalamt (BKA). Wiefelspütz bezeichnete die geplante Novelle als „wichtigstes Sicherheitsgesetz in dieser Legislaturperiode“. Es müsse „das beste Polizeigesetz“ werden, „weil wir insbesondere die kritische Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts der letzten Jahre genau abbilden wollen“.

Wenn die Gesetzgebung die Grenzen des Grundgesetzes genau abbildet, brauchen wir keine Regierung mehr. Die Exekutive könnte dann an das Bundesverfassungsgericht übergeben werden…

Beispiel

heise online – „Telekomgate“: Wer hat was gewusst?:

Für die Deutsche Telekom entwickelt sich die Affäre um die Bespitzelung von Managern und Journalisten immer mehr zu einem Supergau. Auch wenn die Bonner Staatsanwaltschaft den aktiven Vorstand und Konzernchef René Obermann aus der Schusslinie nahm, bleibt die ganze Dimension des Vorgangs undurchsichtig.

Ein uraltes Argument der Datenschützer: Sind die Daten da, werden sie missbraucht. Ein wunderbares Beispiel, was noch so an Dingen bei der Vorratsdatenspeicherung blüht. Besonderes Sahnehäubchen: es wurden nicht nur die Einzelverbindungsnachweise kontrolliert (was bei manchen Firmen schon zum Standard gehört, um private Gespräche über Geschäftstelefon zu verhindern), sondern auch noch Spitzel, die die Journalisten ausspioniert haben engagiert.

Mal schauen, ob der Skandal mit der Fußball EM einschläft oder in den Nachrichten bleibt.

Widerspruch

heise online – Zypries bezweifelt Notwendigkeit eines biometrischen Personalausweises:

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries sieht die Pläne des Bundesinnenministeriums und der Union zur Einführung von Fingerabdrücken in den neuen elektronischen Personalausweis sehr skeptisch. „Ich bin mir hinsichtlich der Erforderlichkeit nicht sicher“, erklärte die SPD-Politikerin am gestrigen Mittwoch auf der Konferenz „Sicherheit mit Augenmaß“ der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin zu dem Vorhaben der biometrischen Aufrüstung der staatlichen Identitätsnachweise.

Beim biometrischen Reisepass war sich die gute Frau aber noch ganz sicher, da haben wir nämlich zugestimmt.

Europäischer Datenselbstbedienungsladen

Die durch die Vorratsdatenspeicherung gesammelten TK-Daten sollen, so es nach dem Willen der britischen Regierung geht, in eine zentrale Datenbank fließen

Quelle: telepolis
Wenn das der Wolfgang hört, dann wird der sicherlich die erste Maschine nach London buchen, um dort schonmal einen Vorabvertrag zwischen Großbrittanien und Deutschland zu schließen. Vielleicht vereinbart er dabei auch gleich noch die Online-Abfrage von Kontenbewegungen und Kundenkarten (da ist der Wolle ja ganz groß).

Was für eine Aussicht: Anstatt das nur LKAs, BKA, Verfassungsschutz und BND in Deutschland nach Terroristen schnüffeln, dürften dann demächst auch die Briten dabei mitmachen! Goldene Zeiten, evtl. sollte ich mich mit meinen Data-Mining-Kenntnissen auf den Weg einer Staatskarriere machen?