Reality

Bush’s War on the Press:

„We’re an empire now, and when we act, we create our own reality. And while you’re studying that reality–judiciously, as you will–we’ll act again, creating other new realities, which you can study too, and that’s how things will sort out. We’re history’s actors…and you, all of you, will be left to just study what we do.“ For those who didn’t like it, another Bush adviser explained, „Let me clue you in. We don’t care. You see, you’re outnumbered two to one by folks in the big, wide middle of America, busy working people who don’t read the New York Times or Washington Post or the LA Times.“

So, the point is… don’t think about something that’s named „reality“. Others will do the task for you… well.

Posting-Zitat

Angela Merkel lügt | Streit zwischen Schäuble und Zypries um … | News-Foren:

> Die Kanzlerin plädierte bei der Kriminalitätsbekämpfung zudem für den
> verstärkten Einsatz der Videoüberwachung. Die Kofferbombenattentäter
> und die Schläger aus der Münchener U-Bahn wären sonst nicht entdeckt
> und gefasst worden.

Bekanntlich war in keinem der genannten Fälle die Videoüberwachung bzw. die mit ihr erzeugten und dann veröffentlichten Bilder daran beteiligt, die Verdächtigen zu identifizieren.

Ich blogge ja eher selten Forenbeträge, aber in diesem Fall ist das wichtig. Politiker lügen immer wieder in Verbindung mit der Online-Durchsuchung, der Verbindungsdatenspeicherung und der Kameraüberwachung. Bei der Verbindungsdatenspeicherung ist es zum Beispiel die Justizministerin Brigitte Zypries, die immer wieder behauptet „Jetzt würde ja nur für die Polizei zugängig gemacht, was eh schon gespeichert worden ist“, was so nicht stimmt, weil es verboten war, bei Flatrates z. B. dem Nutzer zugewiesene IP-Adressen zu speichern, und ganz sicher Mail-Hoster nicht gespeichert haben, wer wen wann eine Mail geschrieben hat – oder Mobilfunkunternehmen, in welcher Funkzelle Gespräche geführt worden sind. Die offensichtliche Lüge ist zu einem normalen Mittel der Politik geworden, nicht mehr unterschiedliche Interpretationen des gleichen wahren Sachverhalts.

Positive Medikamentenstudien erfolgreicher?

TP: Eine Gen-Sequenzvariation bestimmt, wie viel Prügel ein Kind verträgt:

Das Turner-Team nutzte eine Datenbank der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA und entdeckte, dass von 38 Studien mit positivem Ergebnis alle außer einer veröffentlicht wurden. Allerdings führte fast die Hälfte der insgesamt 74 begonnenen Studien zu insgesamt 12 verschiedenen Antidepressiva – nämlich 36 – zu Ergebnissen, welche potentiell weniger absatzfördernd waren. Von diesen 36 schafften es lediglich drei bis zu einer direkten Veröffentlichung. 11 Studien wurden so verändert, dass der Eindruck entstehen musste, sie seien erfolgreich verlaufen. Die Suche nach den Verantwortlichen für diese Praxis verlor sich allerdings im Zuständigkeitschaos zwischen Autoren, „Sponsoren“ und Fachzeitschriften.

Anmerkung: nicht vom Titel ablenken lassen, das sind „zwei kleine Artikel“ in einem. Interessant jedenfalls die Beobachtung, dass Studien, die positive Wirkungen nachweisen anscheinend erfolgreicher auf dem Weg in die Öffentlichkeit sind, als solche, die Neben- oder Nichtwirkungen bescheinigen.

Vom Science Fiction in die Gegenwart

TP: Von Filmen lernen, heißt überwachen lernen:

Wie auch in „Demolition Man“ gehören mittlerweile die verschiedensten Dinge zum asozialen/antisozialen Verhalten in Großbritannien. Indem dieses Verhalten (u.a. zählen Schuleschwänzen, Graffitimalerei, Betteln, Fluchen, rassistische oder beleidigende Äußerungen, Spucken oder übermäßigen Alkoholgenuss genauso dazu wie das ungenehmigte Tragen von Waffen, Pöbeleien, Bedrohungen, Ruhestörungen oder auch die Bildung von Gruppen von 2 oder mehr Personen, sofern anzunehmen ist, dass dies zu Problemen mit der Polizei führen könnte) drakonisch bestraft wird, sollte wieder Respekt in das Vereinigte Königreich einziehen.

Demolition Man, Blade Runner, Die Klapperschlange – in diesen Filmen wurden noch vor 15 – 20 Jahren Dystopien erzählt, die heute schon die Parlamente oder zumindest Wahlkämpfe beschäftigen. Es scheint eine Sucht der Rechtschaffenheit zu existieren, die dem Normalen immer mehr Mittel zur Schikane des nicht Rechtschaffenen vermitteln will. Stefan Raab hat übrigens vorgeschlagen, Kinder bei Geburt in Hessen schonmal eine Gefängniszelle zu reservieren – schließlich, sollten Kinder nun auch in den Strafvollzug kommen, seien Gefängniszellen so rar gesäät wie Kindergartenplätze.

Gentechnik durch’s Hintertürchen

Gentechnik-Gesetz Weichere Regeln für Kennzeichnung “ohne Gentechnik“:

Union und SPD haben sich auf ein neues Gentechnikgesetz geeinigt. Nach dem Kompromiss dürfen Lebensmittelhersteller ihre Produkte auch dann als „gentechnikfrei“ deklarieren, wenn bestimmte wenn gentechnisch veränderte Zusatzstoffe eingesetzt werden.

Es geht um tierische Lebensmittel mit Zusatzstoffen, die in der EU-Öko-Verordnung zugelassen sind. Außerdem dürfe es keine Alternative zu diesen Stoffen geben.

Die SPD-Fraktion erhofft sich von der Kennzeichnung mehr Druck auf die Industrie. Beim Genmaisanbau soll wie bereits beschlossen ein Sicherheitsabstand von 150 Meter zu Mais und von 300 Meter zu Öko-Mais gelten. Die Koalition will aber schärfere Regeln, falls ein Landwirt dies über Absprachen mit dem Nachbarbauern umgehen will.

Ich bin einmal gespannt, wie die Damen und Herren Politikern den Pollen des gentechnisch veränderten Mais sagen, das sie gefälligst nach 290m das Schweben einzustellen haben.

Auch eine Kennzeichnung „Gentechnikfrei“ (wenn’s das nicht ist) ist ein interessanter Schachzug. Demnächst: Benzinfreiaufkleber für Dieselfahrzeuge, Ölfrei für Zweitakter und Hirnfrei für Regierungsmitglieder (dem Leser sei’s überlassen zu entscheiden, welcher der drei Vergleiche aus der Reihe fällt).

Gentechnik durch’s Hintertürchen

Gentechnik-Gesetz Weichere Regeln für Kennzeichnung “ohne Gentechnik“:

Union und SPD haben sich auf ein neues Gentechnikgesetz geeinigt. Nach dem Kompromiss dürfen Lebensmittelhersteller ihre Produkte auch dann als „gentechnikfrei“ deklarieren, wenn bestimmte wenn gentechnisch veränderte Zusatzstoffe eingesetzt werden.

Es geht um tierische Lebensmittel mit Zusatzstoffen, die in der EU-Öko-Verordnung zugelassen sind. Außerdem dürfe es keine Alternative zu diesen Stoffen geben.

Die SPD-Fraktion erhofft sich von der Kennzeichnung mehr Druck auf die Industrie. Beim Genmaisanbau soll wie bereits beschlossen ein Sicherheitsabstand von 150 Meter zu Mais und von 300 Meter zu Öko-Mais gelten. Die Koalition will aber schärfere Regeln, falls ein Landwirt dies über Absprachen mit dem Nachbarbauern umgehen will.

Ich bin einmal gespannt, wie die Damen und Herren Politikern den Pollen des gentechnisch veränderten Mais sagen, das sie gefälligst nach 290m das Schweben einzustellen haben.

Auch eine Kennzeichnung „Gentechnikfrei“ (wenn’s das nicht ist) ist ein interessanter Schachzug. Demnächst: Benzinfreiaufkleber für Dieselfahrzeuge, Ölfrei für Zweitakter und Hirnfrei für Regierungsmitglieder (dem Leser sei’s überlassen zu entscheiden, welcher der drei Vergleiche aus der Reihe fällt).

Briefing

Schall und Rauch: „Wurde der gar nicht gebrieft vorher?“:

„Was hätte der Staat Deutschland eigentlich für Sie besser machen können?“ Kaymak antwortete: „Für mich besser machen können? Das Rauchergesetz ab…, nein (lacht). Für mich besser machen können? Da fällt mir eigentlich jetzt nicht viel ein, weil, es ist ja eigentlich alles gegeben an Möglichkeiten, man muss sie nur ein bisschen selber suchen…“ Damit hat offensichtlich der junge Mann nicht den Regieanweisungen die vorher abgesprochen wurden gefolgt und hat den Argumenten die gebracht wurden wiedersprochen. Worauf der Grünen-Politiker Özcan Mutlu flüsterte: „Wurde der gar nicht gebrieft vorher?“

Mal abgesehen davon, dass ich die momentan (alle Jahre wieder) „Anti-Ausländer-Kampagne“ von Koch und Co. ziemlich verachtenswert finde, ist dieses Sahnestück aber mal wieder amüsant. In einer Sendung, die sich da „Hart aber Fair“ nennt, scheint man also nach Regieanweisungen zu talken (und warum sollte das da anders sein als bei den Trashtalks der Privaten?) und seine „Stimmen aus dem Volk“ entsprechend die gewünschten Erfahrungsberichte aufsagen…

Update: Mittlerweile hat man sich darauf geeinigt, dass nicht inhaltlich, aber halt die Fragen hätten abgesprochen werden sollen, was aufgrund zeitlicher Knappheit nicht möglich war. Die Frage soll sich somit auf den leicht stotternden Auftritt des Publikumsgastes bezogen haben.

Wahnsinn…

Autoimporte: PS-Raketen zum Passat-Preis – Sport-motor – stern.de:

Je teurer das Auto – desto größer ist der Preisunterschied und die Lust, den Wagen auf eigene Kappe nach Deutschland zu holen. Audis Q7 ist in den USA leider erst ab Mitte nächsten Jahres als Saubermann-Diesel auf dem Markt. Doch bei einem Preisvorteil von fast 20.000 Euro kann man überlegen, sich auch einen Benziner wie den Q7 3.6 zu importieren. Der startet in den USA netto bei nicht einmal 30.000 Euro. Doch wer denkt, dass nur der Import von deutschen Automobilen lohnt, irrt.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Deutsche Konsument den amerikanischen Autokäufer subventioniert – wenn z. B. die gleichen Modelle in den Staaten nicht einmal die Hälfe (!) des deutschen Preises kosten. Da kann man hier pfeilschen wie man will – an den amerikanischen Preise wird man nicht herankommen.

Meinungsfreiheit

TP: Freiwillige vor für das Bürgeropfer!:

Aber der Ausnahmezustand von heute ist nicht mehr der von einst. Denn weil der Terror laut Depenheuer weder zeitlich noch räumliche Grenzen kennt, ist auch der Ausnahmezustand Teil des Normalzustands: „Der moderne islamische Terrorismus hat die Permanenz der Ausnahmelage zur Folge.“ Der „Krieg gegen den Terror“ ist ein demnach Krieg neuen Typs, „weder territorial noch zeitlich begrenzt, es gibt weder förmliche Kriegserklärungen noch Friedensschlüsse“.

Paradox, müsste denn nicht jemand, der so vehement die Abschaffung des Rechtsstaats fordert, weil er den Rechtsstaat abschaffen möchte, um den Rechtsstaat zu schützen – vor den Feinden des Rechtsstaats – nicht selbst ein Feind des Rechtsstaats sein und somit… Spaghetti im Kopf. Ist die Schrift des Herren nur halb so unglaublich Menschen- und Bürgerrechtsverachtend wie dass, was die Zusammenfassung einem glauben macht, fragt man sich echt, warum sich die Bundesbehörden mit G8-Demonstranten aufhalten, während anderorts von bürgerlich-rechts der totalitäre Polizei- und Ausnahmezustandsstaat herbeigewünscht wird.

P.S.: Hatte ich erwähnt, das Dr. Schäuble auf diesen Text verweist, wenn er gebeten wird, seine Ideen zu erläutern?

Erreichbarkeit der ‚Flugphase‘

In den letzten Tagen ist mein Weblog ein wenig wackelig auf den Beinen. Der Grund: ich hab‘ einem Mitspieler aus Eve Online erlaubt, meinen Server zur Verteilung seiner Videos zu nutzen. Inhalt der Videos: das Austricksen von ISK-Farmern (Erläuterung). Die Logs des Webservers zeigen nun, dass dies offensichtlich in chinesischen Foren Aufsehen erregt hat, jedenfalls scheint das Video dort als eine Art „Lehrveranstaltung“ zu gelten, wie man es nicht tun sollte…

Update: Jetzt wird’s noch spannender. Offensichtlich hat eine Verlinkung des Videos dazu geführt, dass sich ein Sympathisant des Forums dazu veranlasst sah, eine DoS-Attacke auf meinen Server zu fahren, indem er das Video mehrere tausend Mal abgerufen hat. Nun habe ich erst einmal die IP gebannt. Mal schauen, wie’s weitergeht.