Das ist das Ende von youp…!

Die Liste derjenigen, die doch bitte „irgendwas“ im Internet gesperrt haben wollen, will nicht abreißen. Ich hatte ja gestern schon eine kleine Liste zusammengestellt. Jetzt reiht sich die KJM in die lange Schlange derer ein, die nicht mehr ertragen können, dass es das Internet in seiner heutigen Form noch gibt:

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) will sich für eine Verschärfung der Gesetze in Richtung auf Zugangssperren im Internet einsetzen, wenn Internet Service Provider (ISP) nicht freiwillig „unzulässige und jugendgefährdende Inhalte“ sperren. Das stellte die für den Jugendmedienschutz im Rundfunk und Internet zuständige Kommission in ihrem heute veröffentlichten Tätigkeitsbericht (PDF-Datei) für die Jahre 2007 und 2008 fest.

viaheise online – 03.08.09 – KJM drängt Provider zu freiwilligen Internetsperren.

Dabei möchte ich mal kurz daran erinnern, dass es allein aus rechtlicher Sicher heraus gar nicht möglich ist, dass ein jugendlicher einen Vertrag für einen Internetanschluß abschließt. Hier müssen immer die Eltern oder andere Aufsichtspersonen eingeschaltet sein. „Jugendschutz“ im Internet ist also nicht Aufgabe der Anschlußvermittler, sondern der Anschlußinhaber, sogesehen Eltern, Schulen, Internetcafés etc. pp.

Udo Vetter (law blog) zu Zensursulas neuesten Äußerungen

An den Beispielen sieht man, wie unredlich von der Leyens Stammtischargumente sind. Sie nennt kriminelles Handeln, welches bereits heute unter Strafe steht und verfolgt wird. Dann bringt sie die Menschenwürde ins Spiel und postuliert einen Handlungsauftrag des Staates, der weit über die Verhütung und Verfolgung von Straftaten hinausgeht. Eine zugkräftige, gleichwohl aber billige Argumentation, und zwar in mehrfacher Hinsicht:

Die Menschwürde zählt, vereinfacht gesagt, zu den Grundrechten. Sie ist ein Abwehrrechtgegen Eingriffe des Staates. Niemand darf von staatlichen Organen zu einem bloßen Objektstaatlichen Handelns gemacht und seines Selbst beraubt werden; sein Leben ist nicht gegen das Leben anderer abwägbar (ausführliche Beschreibung: Wikipedia).

via law blog

Die Liste wird länger und länger. Erst war es ja nur KiPo (Ursula von der Leyen hatte beteuert, dass es nur um Kinderpornographie ginge). Die Tinte des Werks war nicht einmal trocken, da forderte schon der erste die „Internetsperre für ‚Killerspiele‘„. Vorher sogar noch wollte eine ehemalige Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten „Gewalt-Seiten“ sperren. Oder Google Book Search. Viel früher schon hat sich Arcor an Sperren von „jugendgefährdeten Seiten“ versucht. Oder Nazi-Seiten. Oder MP3-Downloads. Oder gefährliche Worte. Oder kritische Blo

Permanente Videoüberwachung in Privathaushalten?

metrix007 points out a story in the Sunday Express with more surveillance-camera madness from the UK, where the government now wants to place 20,000 CCTV cameras to monitor families („the worst families in England“) within their own homes, to make sure that „kids go to bed on time and eat healthy meals and the like. This is going too far, and hopefully will not pass. Where will it end?“

via Slashdot

Wer will da eigentlich noch behaupten, dass Orwells 1984 eine Dystopie war? Alleine die Formulierung der Idee ist ein Skandal. Aber hier handelt sich es anscheinend um eine beschlossene Sache! Mitten in Europa!

Update: Ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Man möchte die Leute nur ganz normal ausschnüffeln, Kameras sind noch nicht im Spiel. Es klopft nur dann und wann der Blockwart vom Amts wegen:

Lange Rede – kurzer Sinn. Die Autorin einer Boulevard-Zeitung hat das Wort “supervision” gehört, grotesk aus dem Zusammenhang gerissen und daraus eine Horror-Story gemacht. Man könnte jetzt sagen, dass es Bände spricht, wenn erfahrene Journalisten solche Fehlinterpretationen für möglich halten. Aber die Titelstory von express.co.uk ist grade “Omega 3 is the secret of long life” – so tief sinkt selbst bild.de nicht. Diese Geschichte erzählt mehr über britische Boulevardzeitungen und die Unwilligkeit der IT-Blogger, Quellen kritisch zu hinterfragen, wenn sie Ihnen in den Kram passen.

via Notizblog

Wer nicht arbeitet, soll auch nix essen

Im Klartext: Künftig sollen Arbeitslose als Abschreckung für eine Entlohnung auf Sozialhilfeniveau mindestens 30 Stunden pro Woche arbeiten. Diese „Zukunftsvisionen“ sind wenig überraschend, sieht man sich die Mitglieder der Kommissionen an: Hans-Werner Sinn vom IFO-Institut in München hat mit Klaus F. Zimmermann vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin gemeinsam, dass beide ideologische Rückendeckung für die Arbeitgeberseite liefern.

Gefunden bei telepolis.

Divide et impera.

Zensursula redet im Abendblatt über „Nazisperren“ (und mehr)

Nach der Sperrung kinderpornografischer Seiten will Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) gegen weitere rechtswidrige Inhalte im Internet vorgehen. Auf die Frage „Warum sperren Sie dann nicht auch Internetseiten, die Nazipropaganda verbreiten oder Gewalt gegen Frauen verherrlichen?“ sagte sie abendblatt.de, der Online-Ausgabe des Hamburger Abendblatts: „Mir geht es jetzt um den Kampf gegen die ungehinderte Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder. Doch wir werden weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten. Sonst droht das großartige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann.“

heise online

Wer im Glashaus sitzt…

Ursula von der Leyen hat kein Verständnis für ihre Kabinettskollegin Ulla Schmidt: Die Affäre um deren Dienstwagen schade dem Ansehen der Politik. Und weiter: Die rechtliche Lage zu kennen reiche nicht. Sie selbst habe im Urlaub noch nie den Dienstwagen genutzt, so die Familienministerin.

via Dienstwagen-Affäre: Von der Leyen wirft Schmidt fehlendes Gespür vor – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik.

Da sollte Frau von der Leyen aber mal ganz vorsichtig sein – sie lässt schon mal Fahrer sausen, weil ihr deren Nase nicht passt, und kutschiert Dienstwagen lustig durch die Republik:

Bereits zu Anfang des Jahres wollten Reporter der Illustrierten Einsicht in dieses Fahrtenbuch nehmen. Damals war bekannt geworden, dass die Familienministerin nicht mehr (wie sie früher angegeben hatte), mit dem Zug von Hannover nach Berlin und zurück fuhr, sondern, das sie sich stattdessen von zwei Chauffeuren in einer Luxuslimousine kutschieren ließ.

Zudem wohnten diese nicht in Berlin, sondern in Bonn und durften deshalb morgens von dort aus mehrere hundert Kilometer nach Hannover und weiter nach Berlin fahren. Abends ging die Tour dann die selbe Strecke wieder zurück. Dazu, wie regelmäßig diese Fahrten stattfanden, gibt es widersprüchliche Angaben.

via telepolis

Erstes Galaxy Update

Update: Anscheinend funktioniert das Galaxy nicht mehr als Modem, wenn das Update eingespielt wird.

Heute ist das erste Update für das Samsung Galaxy erschienen. Damit die Stolpersteine rar gesäht seien mögen, hier meine Tipps für das Update (Windows XP):

  1. Telefon voll geladen, falls Notebook verwendet wird, auch dieses voll laden
  2. Das Samsung New PC Studio sollte nicht durch eine Firewall geblockt sein
  3. Am Telefon: „Einstellungen“, „Anwendungen“, „Entwicklung“, „USB-Debugging“ auf AUS
  4. Am Telefon: „Einstellungen“, „Telefoninfo“, „Weitere Einstellungen“, „Verwendung nur als Massenspeicher“ AUS
  5. Telefon via USB-Kabel mit dem Rechner verbinden
  6. Den „blauen Update-Globus“ unten rechts klicken
  7. Warten :-) Erst wird das Update aus dem Netz geladen, dann auf das Telefon gespielt
  8. Das Telefon startet mehrfach neu – Am besten nicht anfassen

Nach zwei Neustarts (das booten beim zweiten Mal dauert lange, keine Panik) sollte das Telefon aktualisiert sein. Ob das Update erfolgreich war, lässt sich in Einstellungen, Telefoninfo herausfinden. Dort sollte nun die „Baseband-Version“ I7500XXIG8 auftauchen.

Nach Möglichkeiten zum Update unter Linux wird noch geforscht.

Nutzer, die aus einer VM heraus updaten (nicht jeder bootet freiwillig Windows) müssen darauf achten, dass nach dem ersten Kopiervorgang die USB-Verbindung getrennt wird. Also nach der Trennung die Verbindung evtl. über das Menü der VM wieder herstellen.

Ob das Update vielleicht die Tür zum root-Zugang für das Galaxy öffnet, ist noch nicht heraus. Hier ist jedenfalls ein Link zum Firmware-Update (Die Datei bei Samsung ist verschlüsselt, jedoch entschlüsselt das New PC Studio die Datei in einen temporären Ordner). Dort findet sich ein tar-Archiv drin mit verschiedenen Dateien (System, User image wie es scheint). Vielleicht schafft es ja jemand, das  zu modifizieren und dem Updater unterzuschieben  – oder mit fastboot zu starten.

Das Update soll wohl erst einmal nur die Akku-Anzeige fixen. Zwar berichten einige Anwender von Geschwindigkeitsgewinnen, dass kann ich aber objektiv nicht verifizieren. Auch das Problem, dass die Kamera-LED zu früh abschaltet wurde anscheinend leider noch nicht gelöst.

2. Update: Zumindest bei mir tritt das Problem mit der Kamera-LED doch nicht mehr auf.

Google Voice darf nicht in den App Store

Langsam wird Apple aber wirklich affig! Glücklicherweise habe ich mich für ein Android Phone entschieden…

Apple verbannt noch weitere Anwendungen, die auf Google Voice setzen, aus dem App Store. Dazu gehört etwa GV Mobile. Der Programmierer Sean Kovacs schreibt dazu in seinem Blog, dass ein Apple-Manager ihm im Gespräch eine entsprechende Bestätigungs-E-Mail verweigert habe. Das Programm würde laut Apple lediglich bereits im iPhone vorhandene Funktionen wie Wählhilfe und SMS-Nachrichten zur Verfügung stellen, einen genauen Grund nannte Apple nach seinen Angaben nicht.

via heise online – 29.07.09 – Google Voice darf nicht in den App Store.

Ist die Bahn schon weg!?

Ebenso gegen eine Privatisierung spricht sich in der sonntaz der britische Labour-Abgeordnete Jeremy Corbyn aus. Die Erfahrungen mit der Privatisierung der staatlichen Britisch Rail in den 60er Jahren seien schlecht. Das Argument, die Bahn käme den Steuerzahler nach der Privatisierung billiger, sei „völliger Unsinn“ gewesen. Im Gegenteil: der Staat müsse zur Subventionierung von neuen Schienenabschnitten und zur Unterstützung von Dienstleister nun viel mehr zahlen als vor der Privatisierung.

via Streit der Woche: Stoppt die Bahn-Privatisierung – taz.de.